Vereinsgeschichte
80 Jahre Kolonie Rhenania
Vom Grabeland der Nachkriegszeit zur modernen digitalen Vereinsgemeinschaft.
Haselhorst · 1946Unsere Wurzeln
Aus Not entstand Gemeinschaft.
Am 27. Oktober 1946 trafen sich engagierte Haselhorster zur Gründung einer Kleingartenkolonie. Bereits im Jahr zuvor hatten sie aus der Not heraus ein Stück Grabeland auf dem Salzhofgelände an der Rhenaniastraße bewirtschaftet.
Das Gelände war während der Kriegsjahre ein Barackenlager für italienische Fremdarbeiter, die für die Vakuumschmelze arbeiten mussten. Nach dem Krieg prägten Hunger, Unsicherheit und der Wille zum Wiederaufbau den Alltag.
Schutz für Gärten und Ernte
Weil es immer wieder zu nächtlichen Diebstählen von Gemüse und Obst kam, entstanden die ersten Lauben als einfache Unterstände. Viele wurden aus Betonplatten gebaut, die noch von Splittergräben stammten. Sie boten Schutz vor Wetter und halfen den Gartenfreunden, ihre Ernte zu sichern.
Der Name der Kolonie
Der Name Rhenania wurde von der Rhenaniastraße übernommen. Diese führte zum früheren Tanklager der Rhenania-Ossag, einem Vorläufer der Shell AG, die sich um 1927 an der Havel ansiedelte.
Ein tiefer Einschnitt
Mitte der 1960er Jahre mussten 98 Parzellen der Erweiterung des damaligen Esso-Tanklagers weichen. Die frühere Straße „Am Öllager“, heute Am Havelgarten, bildete einst den Hauptweg durch die Kolonie.
Chronik
Meilensteine
Die Geschichte der Kolonie ist geprägt von Aufbau, Veränderung und dem festen Willen, Gemeinschaft zu bewahren.
Gründung der Kolonie
Am 27. Oktober 1946 legten Gartenfreunde aus Haselhorst den Grundstein für die heutige Kolonie Rhenania. Aus einem Stück Grabeland wurde eine Gemeinschaft, die in schweren Nachkriegsjahren Halt, Versorgung und Zusammenhalt gab.
Erste Lauben aus einfachen Mitteln
Die ersten Lauben entstanden aus dem, was auf dem Gelände vorhanden war. Sie boten Schutz vor Wind und Wetter und halfen, die Gärten in einer Zeit großer Not zu bewahren.
Veränderung durch das Tanklager
Mitte der 1960er Jahre mussten zahlreiche Parzellen der Erweiterung des damaligen Tanklagers weichen. Die Kolonie veränderte sich tiefgreifend, blieb aber als Gemeinschaft bestehen.
Neue Perspektiven
Mit dem Ende der unmittelbaren Bedrohung durch das Tanklager und dem Stillstand großer städtebaulicher Pläne rückte die Zukunft der Kolonie wieder stärker in den Mittelpunkt.
Digitales Zeitalter
Im Jubiläumsjahr 2026 beginnt ein neues Kapitel: moderne Homepage, digitales Vorstandsportal, vernetzte Services und eine schrittweise aufgebaute digitale Vereinsverwaltung. Die Digitalisierung ersetzt nicht das persönliche Miteinander – sie entlastet das Ehrenamt und macht Informationen besser zugänglich.
2026
Aufbruch in eine neue Generation
Im Jubiläumsjahr startet der Kleingartenverein Kolonie Rhenania e. V. in eine neue Entwicklungsphase. Neben der klassischen Vereinsarbeit entstehen digitale Werkzeuge für Verwaltung, Information und Service.
Homepage, Vorstandsportal, digitale Wassertouren, Parkplatzverwaltung, Aushänge, Termine und Rhenania Maps werden Schritt für Schritt zu einem gemeinsamen System verbunden.
Vorsitzende
Menschen, die Verantwortung übernommen haben
Die nachfolgende Übersicht basiert auf den vorliegenden historischen Unterlagen der Kolonie.
Die historischen Angaben beruhen auf dem Gründungsprotokoll und der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Kolonie Rhenania.
Seit 1946 verbindet die Kolonie Rhenania Tradition, Gemeinschaft und Natur. Seit 2026 verbindet sie diese Werte zusätzlich mit den Möglichkeiten der digitalen Zukunft – ohne ihre Wurzeln zu vergessen.